Facharbeit

Die Facharbeit des gemeinsamen Ausschusses unterteilt sich in die Bereiche

Brandschutzerziehung (BE) und Brandschutzaufklärung (BA).

Brandschutzerziehung und -aufklärung sind integrale Bestandteile einer als System angelegten Notfallkompetenz. Diese wächst vom Kindergarten bis zum Erwachsenenalter über mehrere Stufen auf. Die auf diesen Stufen erworbenen Kompetenzen umfassen Fähigkeiten zur Prävention und Reaktion bei Unfällen, Schadensfeuern, Naturkatastrophen und weiteren Bedrohungslagen. Alle BOS sind am Erwerb und Aufbau dieser integrierten Notfallkompetenz beteiligt.

Brandschutzerziehung und -aufklärung dienen dem Schutz und der Förderung von Menschen

  • jeder Altersstufe
  • jeder Herkunft und
  • jeden Bildungsgrades,

insofern diesen Kompetenzen vermittelt werden, mit denen sie im Rahmen ihrer jeweiligen körperlichen, sprachlichen und geistigen Möglichkeiten Maßnahmen zur Verhütung von Schadensfeuern und anderen Notfallsituationen, zum richtigen Verhalten im Schadensfall, und zur Bekämpfung des Schadensfeuers bzw. Hilfeleistung treffen können.

Im weiteren Sinne vermitteln Brandschutzerziehung und -aufklärung auch Fähigkeiten zur Reaktion in allen anderen Schadensfällen, die das Absetzen eines Notrufs und die Inanspruchnahme z. B. von technischen Hilfeleistungen erfordern. In einigen Landesgesetzen ist etwa die Brandschutzerziehung als Aufgabe in den Bildungsplänen der Grundschule bzw. der Sekundarstufe 1 definiert.

  • Erziehung: KIGA + Primarstufe 1 - 4 Klasse Sekundarstufe 1. 5 - 9 Klasse (Reife der Schüler)
  • Aufklärung: Sekundarstufe 2. (Oberstufe) 10 - 12 Klasse (abhängig vom Landesrecht) Erwachsene bei Menschen mit besonderen Bedürfnissen / Anforderungen (Senioren, Flüchtlinge...)

Details sind unter Veröffentlichungen auf der Website zu finden.

Betrieblicher Brandschutz (BB)

Der Betriebliche Brandschutz ist ein wesentlicher Bestandteil des Brandschutzkonzeptes. Sein Ziel ist die Vermeidung und Minimierung der sich aus der verwendeten Produktionstechnik und den Betriebsabläufen ergebenden Risikopotenziale. Seine Notwendigkeit ergibt sich z. B. aus der Zahl der durchschnittlich pro Jahr gemeldeten Arbeitsunfälle (immerhin rund 3.500), deren Ursache hauptsächlich auf Brände und Explosionen zurückzuführen sind (Quelle: DGUV). Aber auch die Tatsache, dass ca. 1/3 der Unternehmen vom Markt verschwinden, die einem größeren Schadenfeuer zum Opfer gefallen sind, beweist die Wichtigkeit des Betrieblichen Brandschutzes.

In vielen Betrieben sind häufig brennbare Stoffe sowie Wärmequellen für die Produktion und für betriebliche Entwicklungs- oder Prüfvorgänge erforderlich. Eine der Aufgaben des Betrieblichen Brandschutzes ist es, schon im Planungsstadium mögliche Brand- und Explosionsgefahren zu erkennen und in der Konsequenz

  • brandgefährliche Arbeitsverfahren durch weniger brandgefährliche zu ersetzen,
  • brennbare Stoffe von möglichen Zündquellen zu trennen,
  • brennbare Stoffe in Produktionsbereichen auf ein Minimum zu begrenzen.

Auch die Schulung/Unterweisung der Mitarbeiter ist ein zentrales Thema des Betrieblichen Brandschutzes. Je mehr Wissen um brandschutztechnische Details im Betrieb und bei den Mitarbeitern vorhanden ist, desto eher greifen vorbeugende Maßnahmen, die verhindern, dass ein Entstehungsbrand im weiteren Verlauf Betriebsteile oder sogar das gesamte Unternehmen gefährden. Ausgebildete und qualifizierte Brandschutzbeauftragte, unterwiesene Brandschutzhelfer, aber auch Evakuierungs- und/oder Etagenhelfer können durch ihre Kenntnisse um die Prozesse in ihrem Betrieb häufig das Schlimmste verhindern und sichern so unter anderem auch den eigenen Arbeitsplatz.